Mein Auto

Jetzt muss ich doch mal was schreiben zum Auto.

Zusammenfassung: es rollt und zugegeben, ich genieße es schon sehr, damit durch die Gegend zu rollen.

E46 Touring – M54B25 – 6 Zylinder Reihe – 2,5 Liter Hubraum – 200 PS – Heckantrieb – LPG

Ich denke, das ist die Spitze der Motorenentwicklung im Automobilbau. Der aktuelle 6-Zylinder ist sicher „besser“, hat aber viel zu viele Sensoren und Steuergeräte. Jede Zeile Programmcode hat potentiell Fehler. Programmierer sind doch auch nur Menschen.

Ich hab jetzt 250.000 KM auf der Uhr und noch niemals was am Motor gemacht. Keine Ventile einstellen, keinen Zahnriehmen wechsel, keine Wasserpumpe NIX.

Nur alle 20.000 km einen Oelwechsel

Ja gut, das VANOS könnte mal neu abgedichtet werden und die Kurbelgehäuseentlüftung wäre auch mal fällig, aber sonst – rollt

Absolut geschmeidiges Auto. Ab 500 rpm in egal welchem Gang – Gas geben und es geht voran. Nicht flott, aber es geht voran. Da wacklet nix, da klappern keine Ventile und er schüttelt sich auch nicht.

Ich kann im 5. Gang von der Autobahn abfahren und auf die B7 auffahren um dann dort weiter zu rollen – im 5. Gang ohne schalten.

Leicht erhöhtes Standgas ist der Normalfall. Bei > 3000 rpm bin ich sicher auf der Autobahn und auch da ist er nicht „aufdringlich“. Schön geschmeidig bis über 200 km/h und das ohne irgendwann mal laut zu werden. Klar man hört den Wind und die Reifen, aber der Motor arbeitet sozusagen „mühelos“.

Jetzt mal zu den typischen Mängeln in dem Alter:

  • Kabelbaum Heckklappe (teilweise sind die Drähte blank)
  • Rost Kotflügel vorne (Konstrktionsmangel)
  • Rost an der Karosserie an der Heckklappe
  • Funkschlüssel (Kabelbaum)
  • Heckscheibe – Druckknopf (Kabebaum)
  • Heckscheibenheizung (Kabelbaum)
  • Fensterheber vorn (Schrauben locker / ab)
  • VANOS abdichten
  • DISA reparieren (tausch Plastik-Alu)
  • KGE sorgt hin und wieder für das typische sägen bei Standgas

Für ein 20 Jahre altes Auto – perfekt.

Er fährt seit 200.000 km auf Autogas (LPG) und verbraucht keine 10 Liter LPG auf 100 km, also aktuell ca. 10 Euro für 100 KM. Seit das neue Steuergerät von Stargas verbaut ist, geht es auch etwas flotter als vorher. Nicht das was gefehlt hätte, aber er ist mit dem neuen Steuergerät einfach spritziger. Nicht so wie ein TDI, aber auch gut.

Im Sommer mache ich den Anhänger dran und packe das Motorrad drauf und los geht es in die Alpen.

So wirklich stören tut eigentlich nur die Versicherungsprämie – sonst ist er perfekt.

Stop – da ist noch was, was mich jedes mal ärgert, wenn ich mit dem Moped unterwegs war:

Die Honda hat ein DCT (bei VW heißt das DSG – DoppelKupplungsSchaltgetriebe). Das funktioniert perfekt. Aus dem Stand von 0 – 200 km/h unterbrechungsfrei – ohne Zugkraftverlust. Das Getriebe hat schon den nächsten Gang drin und die hydraulische Doppelkupplung macht den Rest.

Sowas will ich im BMW auch haben. Schalten – ich muss tatsächlich schalten, wobei der Motor sicher genug Kraft hat für ein DSG.

Die andere Seite:

Es gibt eine Strecke B7 bei mir um die Ecke, die ich täglich fahre. Sie geht so ca. 1 KM bergauf zwischen Wuppertal-Hahnenfurt und Wuppertal-Dornap. Die Strecke ist zweispurig, weil hier öfter schon mal voll geladene LKW vom Kalkwerk Oetelshofen hoch klettern.

Am Kalkwerk vorbei unter der Bahnbrücke durch und dann 2-spurig hoch nach Dornap.

Unter der Brücke gilt noch 50 km/h. Hier im 3. Gang Vollgas und ab auf die linke Spur. Oben angekommen muss man das Auto mit beiden Händen richtig festhalten. Er ist dann kurz vorm Drehzahlbegrenzer und will vorwärts. Manchmal schalte ich in den 4., aber dann ist er so schnell, das man ihn kaum noch halten kann. Da hab ich schon so den ein oder anderen rechts liegen lassen – auch Motorräder. Bergauf hilft der Hubraum und die Leistung und er ist dann immer warm, weil ich schon 30 km unterwegs bin von der Arbeit nach Hause.

Ja das macht Spaß. Zu viel Spaß ist aber nicht gut für den Oelverbrauch 😉

Rollen lassen macht auch Spaß und ist deutlich entspannter.